Wer übernimmt welche Kosten?

Ihnen sollte bewusst sein, dass Sie nicht nur die Kosten der Implantation sowie des Materials, sondern auch die Folgekosten für Kontrolle, Reinigung und Nachsorge tragen. Wie hoch der tatsächliche Betrag ist, hängt individuell von der Ausgangslage und dem Behandlungsaufwand ab.

Damit Patienten im Voraus Bescheid wissen, wird vom Implantologen ein sogenannter „Heil- und Kostenplan“ erstellt. Darin findet sich auch eine Aufstellung der Zahnersatz-Kosten vom Dentallabor. Wie viel Ihre Krankenversicherung übernimmt, hängt von der Art und den Tarifen ab:

Die Tarife der Privaten Krankenversicherer sind vielfältig und unübersichtlich. Je nach gewähltem Zahntarif können 50 bis 100 % von der PKV übernommen werden.

Zu beachten ist:

  • Die Versicherer unterscheiden zwischen dem impantologischen und dem zahntechnischen Aufwand. Entsprechend gibt es verschiedene Erstattungssätze.
  • Es ist immer der Patient (nicht die Versicherung), der mit dem behandelnden Arzt einen Vertrag abschließt. Demzufolge muss er unabhängig von der Höhe der Kosten, die die PKV übernimmt, nach der Behandlung die Rechnung begleichen.

Wir empfehlen:

Holen Sie sich vor einem zahnimplantologischen Eingriff bei Ihrem Versicherer eine schriftliche Deckungszusage für den Ersatz der Behandlungskosten gemäß detailliertem Heil- und Kostenplan ein. Wenn dieser Kostenvoranschlag genehmigt wurde, sind Sie auf der sicheren Seite.

Die Beihilfekriterien von Bund und Land sind unterschiedlich und innerhalb der einzelnen Bundesländer gibt es noch einmal Unterschiede.

Die medizinischen Indikationen:

In der Bundesbeihilfeverordnung vom 14. Februar 2009 wurden die medizinischen Indikationen für eine Implantatversorgung der Zahnmedizin überarbeitet (§ 15 Abs. 1 Nr. 5):

  • Aufwendungen der Suprakonstruktion bei Implantatversorgung sind immer beihilfefähig.
  • Ohne Indikationen sind zwei Implantate pro Kiefer beihilfefähig.
  • Mit entsprechender Indikation erhöhen sich die Aufwendungen auf höchstens 4 Implantate pro Kiefer.

Der Gesetzgeber hat den gesetzlichen Krankenkassen ausdrücklich untersagt, sich an den Kosten einer Implantatversorgung zu beteiligen (§ 28 Abs. 2 Satz 9 SGB V).

Die GKV übernimmt einen Festzuschuss für die Suprakonstruktion:

Der Festzuschuss

  • richtet sich nach dem Befund, welcher durch den Zahnarzt auf dem Heil- und Kostenplan vermerkt wurde. Durch die Zuordnung sogenannter Regelversorgungen und damit verbundene Festzuschüsse sind die finanziellen Anteile festgeschrieben.
  • erhöht sich, wenn erkennbar ist, dass die Zähne gepflegt wurden und regelmäßig zahnärztliche Untersuchungen erfolgten. Dies wird im Bonusheft belegt. Eine vollständig Dokumentation über 5 oder 10 Jahre kann den Festzuschuss um 20 oder 30 % anheben.
  • verdoppelt sich bei genehmigtem Härtefallantrag. Ein Härtefall kann vor Behandlungsbeginn durch Einreichen des Heil-und Kostenplans bei der GKV beantragt werden. Der Patient muss nachweisen, dass er über ein zu geringes Einkommen verfügt. Die Härtefallregelung richtet sich nach bestimmten Grenzen des monatlichen Bruttoeinkommens.
  • wird nach Abschluss der Behandlung von der Krankenversicherung an den Patienten erstattet. Denn die Versorgung mit Implantaten und implantatgetragenem Zahnersatz wird von den Krankenkassen als eine andersartige Versorgung deklariert. Der Patient muss in Vorleistung treten.

In speziellen Ausnahmefällen übernimmt die GKV die kompletten Kosten für folgende Komplikationen:

  • bei größeren Kiefer- oder Gesichtsdefekten mit bestimmten Ursachen (z. B.Tumoroperationen, angeborene Fehlbildungen, Unfälle)
  • bei dauerhaft bestehender extremer Xerostomie (Mundtrockenheit), insbesondere im Rahmen einer Tumorbehandlung
  • bei generalisierter genetischer Nichtanlage von Zähnen

Bei diesen Ausnahmeindikationen muss die Krankenkasse die Implantatkosten als Bestandteil der Behandlung der Erkrankung anerkennen und übernehmen.

Voraussetzung ist immer, dass der Vertragszahnarzt die Ausnahmesituation diagnostiziert und ein Implantat-Gutachten (eingeleitet von der GKV) die Notwendigkeit bestätigt.

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0221 / 390 99 55 50

Mo - Fr von 8:00 - 17:00 Uhr

Warum eine Folgekostenversicherung abschließen?

Wir sichern Sie bei Zahnimplantationen ab, wenn Ihre Versicherung nicht mehr oder nicht komplett greift.
Sie benötigen uns, wenn Sie

  • gesetzlich krankenversichert sind, da die Kosten einer Implantationsversorgung bis auf wenige Ausnahmen nicht übernommen werden. Hierzu zählen auch Kosten bei Komplikationen nach einer Implantation.
  • privat krankenversichert sind für den Fall, dass die private Krankenversicherung die Kosten der Erstimplantation in Teilen oder in Gänze nicht übernimmt.
  • beihilfeberechtigt sind - sollten Sie sich mehr als zwei Implantat einsetzen lassen.
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