Hodensackstraffung

Was ist das?

Der Hodensack ist eine Hauttasche, in der die Hoden, welche sich außerhalb der Körperhülle befinden, liegen. In der Haut des Hodensacks verlaufen glatte Muskelfasern, welche die Hautoberfläche je nach Bedarf glätten oder runzeln und dadurch die Temperatur regulieren, sodass die Hoden kühler liegen als die eigene Körpertemperatur.

Die Intimchirurgie ist ein Bereich innerhalb der ästhetischen und plastischen Chirurgie, welche noch vor einigen Jahren nur wenig bekannt war. Zu diesem Behandlungsfeld zählt auch die Hodensackstraffung. Hintergrund einer Hodensackstraffung ist häufig das Hängen des Skrotums, so der Fachausdruck, aus ästhetischen Gründen. Verantwortlich hierfür sind die Muskeln, denn manchmal können diese bereits genetisch bedingt eher schwach ausgeprägt sein. Darüber hinaus verändert sich die Muskelaktivität aber auch mit zunehmendem Alter.

Ein weiterer Grund für ein schlaff wirkendes Skrotum ist ein Hautüberschuss. Hierbei handelt es sich in erster Linie um ein kosmetisches bzw. ästhetisches Problem, welches von den Betroffenen individuell empfunden wird. In einigen Fällen kann ein besonders schlaffes Skrotum jedoch auch für unangenehme Reibung, beispielsweise bei eng anliegender Kleidung, sorgen. Hierdurch können Rötungen, Juckreiz oder sogar Schmerzen ausgelöst werden.

Was passiert bei der OP?

Die operative Hodensackstraffung verhilft zu einer deutlichen optischen wie auch praktischen Verbesserung des Problems. Da es sich bei einer Hodensackstraffung meist um einen ästhetischen Eingriff handelt, werden die Kosten in der Regel nicht übernommen. Vor einer Hodensackstraffung sollte in jedem Fall ein Urologe konsultiert werden. Dies ist insbesondere auch dann ratsam, wenn das Skrotum nicht durch Erschlaffung oder Hautüberschuss, sondern durch eine Verkleinerung der Hoden selbst bedingt ist. Die genaue Ursache kann nur von einem medizinischen Experten bestimmt werden.

Wie bei allen Schönheitsoperationen, so sollte auch die Hodensackstraffung ausschließlich bei einem seriösen Facharzt durchgeführt werden. Die Hodensackstraffung stellt einen relativ kurzen Eingriff dar. Aus diesem Grund ist die OP sowohl in Vollnarkose als auch in der Sedierung (Dämmerschlaf) möglich. Letztere Methode gilt als weitaus schonender für den gesamten Organismus. Je nach zeitlichem Umfang und operativem Aufwand kann jedoch auch eine Vollnarkose bzw. Allgemeinanästhesie indiziert sein. In jedem Fall aber gilt es einige Maßnahmen vor der Hodensackstraffung zu beachten, um unnötige Komplikationen zu vermeiden und somit zu einem sowohl ästhetisch als auch medizinisch optimalen Ergebnis beizutragen. Hierzu zählt insbesondere der Verzicht auf Alkohol und weitere Blut verdünnende Substanzen, wie sie beispielsweise in einigen Schmerzmitteln vorkommen. Bei lebensnotwendigen Medikamenten entscheidet der Facharzt nach sorgfältiger Abwägung, ob diese weiter eingenommen werden dürfen oder ob es Alternativen gibt.

Darauf sollten Sie noch achten:

Die Hodensackstraffung selbst dauert, je nach Ausgangssituation, zwischen ein bis anderthalb Stunden. Dabei setzt der behandelte Facharzt Schnitte entlang zuvor meist aufgezeichneter Operationslinien. Durch diese kann dann anschließend das überschüssige Gewebe bzw. die überschüssige Haut entfernt werden. Danach wird die Haut wieder zusammengenäht, wobei heute meist selbst auflösende Fäden zum Einsatz kommen. In einigen Fällen ist es sinnvoll, das Skrotum operativ weiter nach oben zu verlagern. Hierbei wird die entsprechende Haut fixiert, wodurch eine nochmalige Erschlaffung verhindert werden soll.

Eine Checkliste für Ihre geplante Schönheits-OP finden Sie unter Checkliste für Ihre Behandlung.